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Empfehlungen zur Einsparung von elektrischem Strom

Stromeffizienz hilft dem Klima und dem Geldbeutel

Strom kommt aus der Steckdose, das weiß schon jedes Kindergartenkind. Aber der Strom muss erst erzeugt werden und bei dessen Erzeugung aus Kohle, Gas und Öl wird Kohlendioxid ausgestoßen, welches als mitverantwortlich für die globale Erwärmung und den Klimawandel gilt. Die Erwärmung der Erde kann zum Beispiel zur Folge haben, dass der Meeresspiegel ansteigt und Überschwemmungen oder Orkane öfter auftreten. "Erwärmung der Erde" heißt übrigens nicht, dass es in allen Regionen wärmer wird – es kann zum Beispiel auch bedeuten, dass es bei uns in Deutschland kälter wird und mehr regnet.

Den Stromverbrauch zu senken bedeutet, dass weniger Strom erzeugt werden muss, das schont Ressourcen und hilft dem Klima. Dafür muss aber niemand im Dunkeln sitzen oder auf Fernsehen, Computerspiele usw. verzichten. Es ist einfach nur wichtig, dass Strom nicht unnötig verbraucht wird. Wenn wir also z. B. eine Pause am Computer machen oder gar nicht fern schauen, die Geräte aber trotzdem angeschaltet sind oder auf Stand-by, dann wird unnötig Strom verbraucht. Hier heißt die Empfehlung: Ausschalten!

Strom effizient einsetzen bedeutet, für diese Tätigkeiten möglichst wenig Strom zu verbrauchen.

Stromsparen im Sommer

+ Urlaubszeit: Rund 140 Millionen Euro Stromkosten würden sich einsparen lassen, wenn nur die Hälfte der rund 39 Millionen deutschen Haushalte während einer zweiwöchigen Urlaubsreise auf unnötigen Stromverbrauch ihrer heimischen Elektrogeräte verzichten.

+ Kühl- und Gefriergeräte: Es gelten seit März 2004 bundesweit zwei neue Energieeffizienzklassen. Mit den Kategorien A+ und A++ werden Produkte gekennzeichnet, die ganz besonders wenig Strom verbrauchen. Grund für die Einführung der beiden neuen Effizienzklassen ist der zunehmende Anteil von Kühl- und Gefriergeräten der Kategorie A, der eine Differenzierung energieeffizienter Geräte kaum noch zuließ. Die optimale Temperatur im Kühlschrank beträgt 7° C, im Gefrierschrank -18° C. Die Temperatur sollte bei Kühlschränken im obersten Fach möglichst weit vorne gemessen werden. Lassen Sie Gefrorenes im Kühlschrank auftauen und öffnen Sie Ihre Geräte möglichst nur kurz.

Denken Sie daran bei längerer Abwesenheit (z. B. Urlaub) den Kühlschrank auszuschalten und gleichzeitig abzutauen – und dabei nicht vergessen, die Tür der Geräte offen stehen zu lassen, sonst kann es zu Schimmelbildung kommen.

Ein leichter Reifansatz an den Innenwänden der Geräte ist ganz normal. Bildet sich jedoch eine Eisschicht, erhöht sich der Stromverbrauch. In diesem Fall sollte man das Gerät abtauen. Die so genannte No-Frost-Funktion verhindert die Eisbildung in Gefrierfächern, lästiges Abtauen entfällt. Allerdings ist diese Funktion mit einem größeren Energieverbrauch verbunden.

Die No-Frost-Funktion ist jedoch zum Beispiel dann sinnvoll, wenn in das Gefrierfach durch häufiges Öffnen der Tür verstärkt Feuchtigkeit eintritt.

Kühlgeräte gehören nicht neben Herd, Heizung oder in die Sonne.

Wussten Sie, dass das Aufstellen von Kühl- und Gefriergeräten in kühler Umgebung Strom spart? Die Absenkung der Raumtemperatur um 1° C spart ungefähr 3% Strom bei Gefriergeräten und sogar 6% bei Kühlgeräten.

Nach einem Transport sollten die Geräte mindestens eine Stunde stehen, damit sich das Kältemittel im Kompressor sammeln kann. Erst dann können Sie das Gerät einschalten. Achten Sie auch darauf, dass nach dem Aufstellen der Geräte die Lüftungsschlitze frei bleiben und von Zeit zu Zeit die Lüftungsgitter auf der Rückseite des Geräts entstaubt werden. Stellen Sie keine Gegenstände auf die Lüftungsöffnungen.

Die Türdichtungen Ihrer Geräte müssen vollkommen intakt sein, damit die Türen richtig schließen. Steht das Gerät unter einer Arbeitsplatte, sollten in der Platte Lüftungsschlitze vorhanden sein. Als Alternative bieten sich spezielle Unterbaugeräte mit Lüftungsschlitzen auf der Vorderseite an.

Die Zweitnutzung alter Geräte z.B. als Getränkekühlschrank im Keller oder im Sommerhaus kann ein teurer Spaß werden: Leicht hat man sich an das "neue" alte Gerät gewöhnt, und es läuft rund um die Uhr. Manche dieser Geräte benötigen die dreifache Menge an Strom wie ein modernes effizientes Gerät. Überprüfen Sie also, ob Sie wirklich einen Zweitkühlschrank benötigen. Die Anschaffung eines energieeffizienten Neugeräts kann sich dann lohnen.

Bevor Sie sich zum Kauf eines Kühlgerätes entscheiden, sollten Sie überlegen, welches Füllvolumen für Sie in Frage kommt. Ein 200-Liter-Kühlschrank, der nur zu einem Drittel gefüllt ist, verbraucht unnötig viel Strom. Überlegen Sie, ob Sie ein integriertes Gefrierfach benötigen. Als Richtmaß für das Volumen eines Kühlschranks gilt: ca. 50 Liter pro Person.

+ Wäschetrockner: Bei Sommerwetter kann die Wäsche auch gut auf dem Wäscheständer oder an der Leine getrocknet werden.

+ Hitze in der Wohnung: Raumklimageräte sorgen im Sommer für ein angenehm kühles Klima in der Wohnung, verbrauchen aber auch viel Strom. Wer diese Geräte nutzt, muss sich auf eine deutlich erhöhte Stromrechnung gefasst machen. Nutzen Sie die kühlere Nachtluft zur Vorkühlung des Gebäudes, verwenden Sie die Raumklimageräte stoßweise und nur nach Bedarf (z.B. zum Vorkühlen des Schlafzimmers vor dem Zubettgehen). Ein durchschnittlich großes mobiles Raumklimagerät verursacht innerhalb eines Jahres rund 110 Euro* Stromkosten. Wenn Sie sich dennoch für ein Raumklimagerät entscheiden, achten Sie beim Kauf also besonders auf ein effizientes Gerät. (* Annahmen: Mobiles Raumklimagerät mit einer Kühlleistung von 2.400 Watt, Leistungsaufnahme 1.130 Watt, Energieeffizienzklasse C, 500 Stunden pro Jahr im Vollbetrieb bei einem Strompreis von 20 Cent/kWh).


Experten Energie Effizienz Arnulf Klöpping